Manche Zitate sind einfach zu schön und manchmal ist der uns durch seine sprachliche Form asiatisch anmutende Text sprachlich barocker als er in der japanischen Sprache (eine Sprache von ästhetischen Minimalisten) eigentlich sein kann.
Dieses Phänomen erleben wir bei vielen japanischen Büchern und auch bei historischen Texten, wie z.B. dem Hagakure. Texte , die im Original nicht auf die sprachliche Form achten, weil den Autoren (in der Regel Krieger und Kämpfer) nicht die Schriftform, sondern der Inhalt wichtig ist, werden durch die Federn westlicher Übersetzer zu literarischen und poetischen Meisterwerken. Dies scheint uns auch bei diesem Chibana Chosin zugeschriebenen Zitat der Fall zu sein. Der Text erinnert uns stark an das berümte Churchill-Zitat. Wenn so ein Text dann in die Wikipedia gerät (
Wikipedia) wird er durch die zahlreichen Sub-Zitate irgendwann zu einer Art virtuellen Realität.
Dies kennen wir auch aus Lexika und Wörterbüchern wo sich urbane Legenden durch gegenzeitiges Zitieren verfestigen.
Dennoch ist dies natürlich inhaltlich ein schöner und inhaltlich wahrer Text5.
Handgetuschte Kalligraphie auf echtem Büttenpapier im länglichen Maß von ca. 78 x 30,5 cm.